Rostentfernung mit Trockeneis - Einsatz von Trockeneis bei der Reinigung

Rostentfernung mit Trockeneis - Einsatz von Trockeneis bei der Reinigung

Rostentfernung mit Trockeneis kann helfen, lose Korrosionsablagerungen, Öl und industrielle Rückstände von Oberflächen zu entfernen. Erfahren Sie, wie Trockeneisstrahlen funktioniert, welche Grenzen das Verfahren hat und wann Sandstrahlen oder Laserreinigung geeigneter sind. Lernen Sie außerdem die Grundlagen der Geräteauswahl und der sicheren Arbeitsplatzvorbereitung kennen.

Rost ist ein häufiges Problem an Stahlbauteilen, Maschinen, Konstruktionen und Industrieausrüstung. Die richtige Reinigungsmethode richtet sich nach der Art der Korrosion und dem gewünschten Ergebnis. Trockeneisstrahlen entfernt zahlreiche Verunreinigungen ohne herkömmliches Strahlmittel, ersetzt jedoch nicht jedes Entrostungsverfahren. Weitere Grundlagen erläutert der Ratgeber Trockeneisreinigung – wie funktioniert sie und wo wird sie eingesetzt?.

Wie funktioniert die Trockeneisreinigung?

Trockeneis ist festes Kohlendioxid (CO₂). Bei atmosphärischem Druck sublimiert es, geht also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Im Reinigungsgerät wird das Granulat durch Druckluft beschleunigt und durch eine Düse auf die verschmutzte Oberfläche gelenkt.

Der Aufprall der Partikel, Temperaturunterschiede und die Sublimation können die Haftung von Ablagerungen schwächen und diese vom Untergrund lösen. Nach der Reinigung bleibt kein verbrauchtes Strahlmittel wie Sand zurück. Die abgelösten Verunreinigungen müssen dennoch entfernt werden, darunter Rost, Beschichtungsreste und ölhaltige Rückstände. Das Fehlen von Strahlmittelabfall bedeutet nicht, dass der Prozess völlig abfallfrei ist.

Rostentfernung mit Trockeneis – was ist möglich?

Der Granulatstrahl kann lose Korrosionsprodukte und Verschmutzungen von rostigen Bauteilen ablösen. Besonders geeignet ist die Methode für schwach haftende Beläge, nicht jedoch als universeller Ersatz für eine intensive Entrostung.

Das Ergebnis hängt von Schichtdicke und Haftung, Zustand des Metalls, Druck, Granulatzufuhr, Düse und Arbeitsweise ab. Eine bloße Einstufung als „leichter Rost“ garantiert keinen bestimmten Reinigungserfolg. Vor größeren Aufträgen sollte ein Versuch an einer repräsentativen Fläche erfolgen.

Ohne zusätzliches Strahlmittel entfernt Trockeneis fest haftenden Rost oder Lochfraßkorrosion nicht zuverlässig und erzeugt auch kein mit abrasivem Strahlen vergleichbares Oberflächenprofil. Kein Reinigungsverfahren stellt durch Korrosion verlorenes Metall wieder her. Das Bauteil kann eine technische Prüfung und einen erneuten Korrosionsschutz benötigen.

Manche Komponenten lassen sich ohne vollständige Demontage reinigen, was Stillstandszeiten reduzieren kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass an laufenden Maschinen gearbeitet werden darf. Vor Beginn sind Energiequellen abzuschalten und Anlagen gemäß ihren Unterlagen gegen unbeabsichtigtes Anlaufen zu sichern.

Industrielle Anwendungen von Trockeneis

Das Verfahren eignet sich nicht nur für Oberflächen mit Korrosionsbelägen. Nach Prüfung des Materials und Anpassung der Parameter kann es verwendet werden für:

  • Produktionsmaschinen und Industrieanlagen;
  • Motoren und mechanische Baugruppen;
  • Formen und Industriewerkzeuge;
  • Anlagen und Komponenten von Fertigungslinien;
  • mit Öl, Fett und Betriebsablagerungen verschmutzte Oberflächen;
  • ausgewählte elektrische Geräte nach sicherem Freischalten und Prüfung der Eignung;
  • Bauteile mit Rückständen aus Produktionsprozessen;
  • Metallkonstruktionen und Werkstattausrüstung.

Der Verzicht auf zusätzliches Strahlmittel ist vorteilhaft, wenn Rückstände nachfolgende Arbeiten oder die Reinigung des Arbeitsplatzes erschweren würden. Passende Einstellungen können die Beanspruchung des Untergrunds reduzieren. Das Verfahren ist aber nicht für jede Farbe, Dichtung, Kunststoffoberfläche oder jedes empfindliche Material völlig neutral.

Die CORMAK Trockeneisreinigungsgeräte sollten anhand der Druckregelung, des Druckluftbedarfs, der verfügbaren Düsen und der Mobilität verglichen werden. Ein Beispiel ist die Trockeneisreinigungsmaschine CORMAK DI325 für industrielle Reinigungs- und Servicearbeiten. Die elektrische Leistung allein beschreibt die tatsächlichen Reinigungsmöglichkeiten nicht vollständig.

Trockeneis, Sandstrahlen und Laserreinigung im Vergleich

Sandstrahlen und andere abrasive Strahlverfahren eignen sich zum Entfernen fest haftender Korrosion und Beschichtungen. Ein geeignetes Strahlmittel kann auch das für ein Beschichtungssystem erforderliche Oberflächenprofil erzeugen. Dazu können Sandstrahl- und Reinigungsgeräte eingesetzt werden. Verbrauchte Strahlmittel und abgelöste Verunreinigungen müssen anschließend fachgerecht behandelt werden.

Trockeneis ist interessant, wenn ohne zurückbleibendes zusätzliches Strahlmittel gereinigt werden soll. Es kann Fett, Ablagerungen und losen Rost entfernen, ersetzt aber nicht automatisch die Vorbereitung von Stahl vor dem Lackieren. Eine optisch saubere Fläche erfüllt nicht unbedingt die geforderten Reinheits- und Rauheitswerte.

Eine weitere Möglichkeit bieten Laserreinigungsgeräte zur Rostentfernung. Ein passend eingestellter Laser kann Korrosions- und Beschichtungsschichten örtlich entfernen. Er erfordert jedoch freien Zugang des Strahls, geeignete Parameter, einen gesicherten Arbeitsbereich sowie das Absaugen von Rauch und Staub. Laser eignen sich nicht automatisch für jede Fuge oder jedes Material.

Die Wahl zwischen Trockeneis, abrasivem Strahlen und Laser richtet sich nach dem Untergrund, der Haftung des Belags, dem geforderten Ergebnis und den Arbeitsbedingungen. In vielen Betrieben ergänzen sich die Methoden, anstatt einander vollständig zu ersetzen.

Wann lohnt sich die Trockeneisreinigung?

Die Methode bietet sich für die regelmäßige Reinigung von Maschinen, Formen und Baugruppen an, wenn Demontage und Stillstand hohe Kosten verursachen. Das Fehlen von Strahlmittelabfällen kann die Nachreinigung vereinfachen. Zur gesamten Arbeitszeit zählen dennoch Vorbereitung, Abschirmung und Einsammeln der abgelösten Rückstände.

Vor der Reinigung müssen Untergrund, Verschmutzungsart und Zielzustand bestimmt werden. Auch die Verfügbarkeit von Granulat, die Förderleistung des Kompressors und die Druckluftqualität sind wichtig. Druck, Trockeneisdosierung, Düse und Arbeitsabstand werden durch Versuche gewählt, nicht allein anhand der maximalen Maschinenwerte.

Bei einem Kostenvergleich sind Granulat, Druckluft, Transport und Bedienung einzubeziehen. Entscheidend sind ebenfalls die Einsatzhäufigkeit, die Arbeitsplatzbedingungen und das geforderte Ergebnis, nicht nur der Anschaffungspreis.

Sicherheit und Vorbereitung des Arbeitsplatzes

Durch Sublimation wird gasförmiges CO₂ freigesetzt, das sich gefährlich anreichern kann. Erforderlich sind eine Gefährdungsbeurteilung, wirksame Lüftung und eine geeignete Konzentrationsüberwachung, besonders in geschlossenen Räumen. Eine gewöhnliche Staubmaske schützt nicht vor einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration.

Beim Umgang mit dem Granulat sind Kälteschutzhandschuhe zu tragen; beim Strahlen außerdem Augen- und Gehörschutz sowie geeignete Kleidung. Die Belastung durch abgelöste Stoffe muss ebenfalls begrenzt werden. Bei elektrischen Teilen entbindet der wasserfreie Prozess nicht vom Freischalten, von der Beachtung möglicher Feuchtigkeitskondensation und von einer Prüfung vor der Wiederinbetriebnahme.

Fazit

Rostentfernung mit Trockeneis kann bei losen Korrosionsbelägen, Öl, Fett und technischen Ablagerungen helfen. Das Verfahren vermeidet Abfall durch das eigentliche Strahlmittel, garantiert jedoch weder die Beseitigung fest haftenden Rosts noch von Lochfraßkorrosion.

Sandstrahlen eignet sich zur abrasiven Oberflächenvorbereitung, während Laser unter passenden Bedingungen eine kontrollierte Reinigung ermöglichen. Die beste Methode ergibt sich aus Probearbeiten, den Anforderungen an die Oberfläche und der Gefährdungsbeurteilung. Die richtige Gerätewahl kann die Instandhaltung erleichtern, ohne dem Trockeneis unrealistische Fähigkeiten zuzuschreiben.

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Autor: CORMAK JERZY ZALEWSKI
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